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Alternativ zum Rillen oder Perforieren mittels Drucktiegel oder Zylinderdruck-Maschinen präsentierte Binderhaus seine Rill- und Nutautomaten. Diese Geräte ermöglichen sehr schnelle Rüstzeiten und verarbeiten höhere Papiergrammaturen, so z. B. an der Rillmaschine R50 Materialien von bis zu 600 g/qm. Als Sonderausführung werden die rotativen Rillmaschinen im rechten Winkel verkettet angeboten: Bogen direkt aus der Druckmaschine anlegen, Rillen und Randbeschnitt im ersten Aggregat, Kopf- und Fußbeschnitt im zweiten Aggregat. Diese Rillmaschinen sind Ergänzungen zu Falzmaschinen, die solche Vorgänge auch durchführen können, aber einen wesentlich höheren Stundensatz haben. Außer den neuen Rill- und Nutautomaten R35 und R33 zeigte Binderhaus den Halbschnittautomaten HS 68, der entweder die Etiketten oder die Trägerfolie mit einem Halbschnitt schlitzt. Durch minimale Rüstzeit und einfache Bedienung lassen sich sogar Digitaldruck-Etiketten in Klainauflagen wirtschaftlich verarbeiten. Jedes Schlitzmesser läßt sich individuell justieren, mühsames Unterlegen wie bei Tiegel oder Zylinder entfällt. Die Eindringtiefe - mühelos durch Stellschrauben justierbar - paßt über die gesamte Schlitzlänge. Die HS 68 perforiert und schneidet auch - entsprechende Werkzeuge sind schnell gewechselt.
Autor: Frank Baier
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